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8. Antira Sankt Pauli ein voller Erfolg

Am Ende waren sich Organisatoren, Teilnehmer und die Besucher einig: Das 8. Antira Sankt Pauli, das vom 30. Mai bis zum 1. Juni im Millerntor-Stadion ausgetragen wurde, war ein voller Erfolg.

Sportlich galt es verschiedene Sieger zu küren: Bei den Männern setzte sich ein gemischtes Team von Ultra Sankt Pauli und Green Brigade (Celtic) durch, bei den Frauen trennten sich die Teams von Republica Internationale (Leeds) und den Easton Cowgirls (Bristol) im Finale mit einem freundschaftlichen Unentschieden. Ein sportlicher Höhepunkt war zudem am Sonnabendnachmittag das Spiel der Antira All-Stars gegen den FC Lampedusa.

Ganz besonders freuten sich die OrganisatorInnen am Wochenende über einen Gast aus Schweden: Showan von den Ultras Malmö, der im März diesen Jahres von Nazis überfallen und schwer verletzt wurde, ließ es sich nicht nehmen, ebenfalls zum Antira nach Hamburg zu reisen.

Allerdings wurde an den drei Tagen nicht nur Fußball gespielt. Die gesamte Veranstaltung stand im Zeichen der inhaltlichen Vernetzungsarbeit. In zahlreichen Workshops konnten sich die FanvertreterInnen aus ganz Europa, Israel und der Türkei zu ihren Erfahrungen und Aktivitäten austauschen. Zentrale Themen waren hierbei der Rechtsruck in Europa, die Rolle von Fußballfans in gesellschaftlichen Konflikten sowie die Verdrängung von Fangruppierungen, die sich gegen Diskriminierung einsetzen, aus den Kurven. In diesem Zusammenhang gab es zum Jahrestag des Ausbruchs der Gezi-Proteste in der Türkei eine sehr bewegende Gedenkansprache für die Getöteten.

Ein eindrucksvolles Zeichen setzten die TeilnehmerInnen auch mit dem gemeinsamen Marsch zum Antira-Konzert in der Roten Flora am Sonnabend, der für die politische Solidarität europäischer antirassistischer Fußballfans mit der Roten Flora in Hamburg stand.

Aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen soll nun diskutiert werden, bei zukünftigen Turnieren die eintägige Fußballpause beizubehalten und den Fokus verstärkt auf das inhaltliche Rahmenprogramm zu legen . Außerdem wollen die OrganisatorInnen die Zahl der Frauenteams beim Turnier weiter erhöhen  und die Vernetzung unter den weiblichen Teilnehmerinnen des Antira ebenso intensivieren wie im europäischen antifaschistischen Ultranetzwerk Alerta! 

 

(iw/cp)

Foto: Stefan Groenveld

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